Bürgerversammlung

Bürgerversammlung im 18. Bezirk

– Auch im Jahr 2026
Die gemeinsame Gestaltung der Zukunft unseres Bezirks geht weiter!

Der Bezirk 18 ist mit dieser Initiative ein Vorreiter in Ungarn: Er ist derzeit die fünfte Siedlung im Land und der erste Bezirk in Budapest, der eine Bürgerversammlung organisiert. Ziel der Initiative ist es, den Bewohnern des Bezirks die Möglichkeit zu geben, sich in einem strukturierten und transparenten Rahmen an der Diskussion von Gemeindeangelegenheiten und der Vorbereitung lokaler Entscheidungen zu beteiligen.

Die Bürgerversammlung ist ein wichtiges Instrument der partizipativen Demokratie. Sie bietet der Bevölkerung die Möglichkeit, ihre Meinungen, Erfahrungen und Vorschläge direkt in die Entscheidungsprozesse einzubringen. Das Prinzip besteht darin, dass per Losverfahren ausgewählte Bewohner in einer vielfältigen Gruppe, die die Gemeinde repräsentiert, mithilfe von Experteninformationen und moderiertem Dialog zusammenarbeiten.

Bei der Auswahl der Teilnehmer wurde besonders darauf geachtet, dass die Gruppe die Zusammensetzung der Bezirksbevölkerung hinsichtlich Geschlecht, Altersgruppe und Wohnort widerspiegelt, sodass die Teilnehmer der Bürgerversammlung ein repräsentatives Bild der Menschen im Bezirk 18 vermitteln.

Die Bürgerversammlung bietet den Bezirksbewohnern Raum, ihre Erfahrungen und Meinungen direkt in die Gestaltung lokaler Entscheidungen und der Zukunft ihrer Gemeinde einzubringen.

 

Bürgerversammlungen 2026

Der 18. Bezirk organisiert die Bürgerversammlung zweimal jährlich in ungewöhnlicher Form, um möglichst vielen Bewohnern die Teilnahme zu ermöglichen. In diesem Jahr legen wir besonderen Wert darauf, die jüngere Generation, die noch im Bezirk lebt, einzubeziehen.

 

Termine

Bürgerversammlung
16.–17. Mai 2026

Bürgerversammlung
voraussichtlich 3.–4. Oktober 2026

 

Ort

1184 Budapest, Üllői út 400

Sitzungssaal des Bezirksrats

 

Teilnahme

Die Organisatoren freuen sich über Ihre Teilnahme: Als Dankeschön erhalten Sie einen Einkaufsgutschein, ein kleines Geschenk und Vollpension.

 

Was geschah 2025?

Der Kern der Arbeit von InnoK besteht darin, dass Zahlen und die Geschichten der Menschen gemeinsam ein authentisches Bild der Stadtentwicklung zeichnen. Im 18. Bezirk setzen wir diesen Ansatz nun in die Praxis um: Forschungsdaten, die Erfahrungen der Bewohner und der Dialog mit der Gemeinschaft bilden gemeinsam die Grundlage für die Zukunftsplanung des Bezirks.

 

Was haben wir bisher erreicht?

Fast 1.500 Bewohner füllten unseren Fragebogen aus und teilten uns ihre Meinungen zur Situation und Zukunft des Bezirks mit. Wir organisierten Fokusgruppendiskussionen in vier Stadtbezirken, in denen über 50 Teilnehmer ihre Erfahrungen und Ideen austauschten. Nach der Auswertung der gesammelten Daten und Meinungen erstellten wir ein umfassendes Maßnahmenpaket mit den wichtigsten Themen für die Bürgerversammlungen.

Dieses Dokument bildete eine der Grundlagen für die umfassende Entwicklungskarte des Bezirks.

Für uns bedeutet Stadtforschung nicht nur Zahlen, sondern auch, dass die Bewohner aktiv die Zukunft ihres eigenen Umfelds gestalten. Deshalb verwenden wir in unserer Forschung eine hybride Methodik: Wir kombinieren quantitative (datenbasierte) und qualitative (erfahrungs- und erzählungsbasierte) Methoden, um ein umfassenderes und authentischeres Bild der Bedürfnisse und Chancen des Bezirks zu erhalten.

Das Interesse an den Bürgerversammlungen war groß: Fast 500 Personen bekundeten im Bewerbungsprozess ihre Bereitschaft zur Teilnahme. Aus ihnen wählten wir die Teilnehmenden anonym und nach internationalen Standards aus.

Bei der Auswahl berücksichtigten wir Geschlecht, Altersgruppe und Wohnort der Bewerber, um sicherzustellen, dass die Teilnehmenden der Bürgerversammlung ein repräsentatives Bild der gesamten Bevölkerung des 18. Bezirks vermitteln. So wird gewährleistet, dass die Vielfalt der Bezirksgemeinschaft in den Diskussionen vertreten ist und die ausgetauschten Erfahrungen und Ideen die Bedürfnisse der Anwohner bestmöglich widerspiegeln.

Die Bürgerversammlung stärkt die partizipative Demokratie. Ausgewählte Bevölkerungsvertreter suchen mit fachlicher Unterstützung in einem gemeinsamen Lern- und Diskussionsprozess nach Lösungen für lokale Probleme. Ziel ist es, Vertrauen zu stärken, gemeinsames Denken zu fördern und Vorschläge zu formulieren, die die Perspektiven der Gemeinschaft umfassend berücksichtigen.

„Soziales Wohlergehen bedeutet nicht nur die Linderung von Armut, sondern auch die Erweiterung von Chancen, die Gewährleistung von Chancengleichheit und die Schaffung sozialer Gerechtigkeit.“
Titmuss, Richard M. (1974)
Social Policy. London: George Allen & Unwin

Wenn Sie mehr über uns und unsere Aktivitäten erfahren möchten, abonnieren Sie den Newsletter der Gemeinde!