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EUI · Transfer-Partner-Projekt

Cooling Havens

Von Athen bis zum XVIII. Bezirk von Budapest — lokale Klimaanpassung aus europäischem Wissen.

Im Rahmen des europäischen Wissenstransferprogramms Cooling Havens untersucht der XVIII. Bezirk von Budapest, wie sich die innovativen Klimaanpassungslösungen Athens in der besonderen Umgebung der Wohnsiedlung Havanna anwenden lassen. Ziel ist nicht die Eins-zu-eins-Übernahme des Athener Modells, sondern ein kleinteiligeres, messbares und gemeinschaftlich getragenes lokales Pilotprojekt.

Cooling Havens European Urban Initiative Europäische Union

Das Projekt Cooling Havens wird mit Kofinanzierung der Europäischen Union im Rahmen der European Urban Initiative – Innovative Actions umgesetzt.

ProgrammEuropean Urban Initiative – Innovative Actions
ProjektCooling Havens (EUI Athen)
Die Rolle des XVIII. BezirksTransfer Partner / Transfer City
Lokales PilotprojektWohnsiedlung Havanna
Lokale KoordinationInnoK Institut für Wissensmanagement
ZeitrahmenDezember 2024 – Mai 2028 (42 Monate)
ProjektstatusPlanung – Einarbeitung der Erkenntnisse des Budapest Site Visit

Was ist Cooling Havens?

Kühlende Oasen an den heißesten Punkten der Stadt

Cooling Havens ist ein von der Europäischen Union gefördertes Stadtentwicklungsprojekt in Athen. Athen ist eine der am dichtesten bebauten Hauptstädte Europas mit den wenigsten Grünflächen — im Sommer heißen sich die betonierten Plätze tagsüber auf und geben die Wärme nachts wieder ab. Das Projekt baut „kühlende Zufluchtsorte“ in den am stärksten belasteten Vierteln, wo Schatten, Bepflanzung und Wasser den Raum gemeinsam kühlen.

Das Besondere an Cooling Havens: Zum Kühlen wird kein Trinkwasser verwendet. Gesammelt und im Kreislauf geführt werden Regenwasser und aufbereitetes Wasser ohne Trinkwasserqualität; Sprühnebeltore und Bewässerung werden von Sensoren gesteuert — sie laufen nur dann und so weit, wie die Hitze es rechtfertigt. Die Plätze sind keine technischen Schauobjekte, sondern gemeinschaftliche Treffpunkte, die die Anwohner gemeinsam mit Fachleuten planen.

Der XVIII. Bezirk von Budapest Transfer City teil: Er baut nicht in Athen, sondern lernt, was davon zu Hause funktionieren kann.

Cooling Havens — Summer Spotlight: Vorstellung der Transfer Partner
Die offizielle Projektgrafik von Cooling Havens. Durch ein Foto des Athener Standorts zu ersetzen.

Wir kopieren nicht.
Wir passen an.

Wir übernehmen das Athener Modell nicht eins zu eins. Wir prüfen, welche Lösungen im klimatischen, rechtlichen, institutionellen und finanziellen Umfeld Budapests funktionieren können — und was auf einer Wohnsiedlung im Kontinentalklima anders gemacht werden muss.

Der Standort

Warum gerade die Havanna-Siedlung?

Standort des Pilotprojekts ist die städtische Fläche hinter der Havanna-Straße 64–75 — ein heute untergenutzter Spiel- und Durchgangsraum, in dem Sommerhitze, Fußgängerverkehr und gemeinschaftliche Bedürfnisse zusammentreffen.

Die Wohnsiedlung Havanna eignet sich als Testfeld, weil in einer dicht bebauten, klar abgegrenzten städtischen Umgebung all das zusammenkommt, worauf die Klimaanpassung eine Antwort geben muss:

  • eine untergenutzte Spiel- und Durchgangsfläche, in der mehr steckt, als sie heute bietet;
  • sommerliche Hitzebelastung — versiegelte Flächen, wenig Schatten;
  • fehlende Verschattung und fehlender Komfort im öffentlichen Raum in den heißesten Stunden;
  • rege Nutzung durch Fußgänger — der Platz ist ein Durchgang zwischen den Teilen der Siedlung;
  • fehlende Gemeinschaftsfunktionen: es gibt keinen Grund stehen zu bleiben, sich zu setzen, sich zu treffen;
  • soziale Verletzlichkeit — ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern, die die Hitze am stärksten belastet.

Ziel ist, dass die Fläche zu einem multifunktionaleren, grüneren, kühleren und gemeinschaftlicheren klimaangepassten Raum wird. Der Bezirk beginnt nicht bei null: Frühere Regengärten, Niederschlagsrückhaltung und Bewusstseinsbildung bilden die Grundlage — Cooling Havens ist der nächste Schritt, der blau-grüne Infrastruktur, sensorgestützte Messung und gemeinschaftliche Planung in einem einzigen, konkreten Eingriff verbindet.

Fläche hinter der Havanna-Straße 64–75

1181 Budapest, Wohnsiedlung Havanna · städtisches Eigentum

Karte öffnen
Die Fläche hinter der Havanna-Straße 64–75: vertrocknete Rasenfläche zwischen den Wohnblöcken Die Cooling-Havens-Delegation auf der Entwicklungsfläche Havanna Unbeschattete versiegelte Flächen und verbranntes Gras in der Wohnsiedlung

EUI Cooling Havens Standortbesuch im XVIII. Bezirk von Budapest mit internationalen Delegationen – 08.09.2026

Die erste Welle

Was möchten wir ausprobieren?

Sechs Elemente, die sich vor Ort, in kleinerem Maßstab und messbar testen lassen — sie bilden den Kern des Budapester Pilotprojekts.

Verschattung und Begrünung

Bäume, Kronendächer und Verschattungselemente an den heißesten Punkten; trockenheitstolerante Bepflanzung, die kühlt und Staub bindet.

Funktionale Raumnutzung

Neuordnung des Platzes: Spiel, Sport, Erholung und Durchgang in getrennten Zonen, damit sich die verschiedenen Nutzergruppen nicht stören.

Smarte Bewässerung

Bewässerung, die auf Bodenfeuchtesensoren und Wetter reagiert — so viel Wasser wie nötig, dann, wenn es nötig ist.

Sensorgestütztes Monitoring

Laufende Messung von Temperatur, Luftfeuchte, Bodenfeuchte und Raumnutzung — damit wir aus Daten und nicht aus dem Gefühl wissen, was sich verändert hat.

Kühlungslösungen

Bescheiden dimensionierte, genehmigungsfähige Kühlelemente — Sprühnebeltor, kühler Belag — dort, wo die Messungen die höchste Hitzebelastung zeigen.

Gemeinschaftliche Planung

Durch die Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner ermitteln wir die lokalen Bedürfnisse. Ihre Vorschläge und Rückmeldungen fließen gemeinsam mit den Perspektiven der örtlichen Einrichtungen und des Betreibers in die Planung ein.

Machbarkeitsprüfung

Was prüfen wir darüber hinaus?

Die komplexesten Elemente des Athener Systems beruhen auf dem Wasserkreislauf. In Budapest erfordern sie eine gesonderte rechtliche, gesundheitliche, technische, betriebliche und Lebenszyklus-Prüfung und sind deshalb nicht Teil der Umsetzung der ersten Welle. Wir haben darüber nicht entschieden — wir prüfen, ob sie hier überhaupt in Frage kommen und unter welchen Bedingungen.

Das Pilotprojekt der ersten Welle ist bewusst so angelegt, dass es nicht abhängt davon: Wenn ein Element nicht genehmigungsfähig oder nicht wirtschaftlich ist, werden die übrigen dennoch umgesetzt.

  • Sewer Mining Nutzung von Wasser, das vor Ort aus dem Abwasserkanal gewonnen und aufbereitet wird, zur Bewässerung — in Athen funktioniert es; hier sind Regulierung und Betrieb offen.
  • Komplexe Infrastruktur für rückgewonnenes Wasser Unterirdische Speicher, Aufbereitungseinheiten vor Ort, Regen- und Grauwassernutzung miteinander verbunden — große Investition, langes Genehmigungsverfahren.
  • Wasser ohne Trinkwasserqualität im öffentlichen Raum Sprühnebeltore und Wasserflächen aus Nicht-Trinkwasser — wegen des menschlichen Kontakts an strenge gesundheitliche Auflagen gebunden.

Monitoring

Wir messen, was sich verändert

Das Pilotprojekt ist dann erfolgreich, wenn es belegen kann: Der Platz ist kühler geworden, mehr Menschen nutzen ihn, er funktioniert zuverlässig, und die Erfahrung lässt sich anderswo verwerten. Wir messen sechs Bereiche — die Daten erscheinen hier nach dem Start des Pilotprojekts.

Mikroklima

Daten: nach dem Start des Pilotprojekts

In der Nähe der Gemeinschaftsflächen – soweit dafür geeignete Sensoren zur Verfügung stehen – messen wir auch die Feinstaubkonzentration und die Stärke der UV-Strahlung.

Wasser und Bewässerung

Daten: nach dem Start des Pilotprojekts

Bodenfeuchte, Bewässerungsvorgänge, Aufteilung der genutzten Wasserquellen und die Betriebsprotokolle.

Raumnutzung

Daten: nach dem Start des Pilotprojekts

Besucherzahlen, Bewegungsrichtungen, Aufenthaltsmuster und strukturierte Beobachtung — wer den Platz wann und wofür nutzt.

Rückmeldungen der Anwohner

Daten: nach dem Start des Pilotprojekts

Teilnahme an den Workshops, empfundener Komfort, Sicherheit und Nutzbarkeit — mittels Fragebogen und Gesprächen.

Bepflanzung

Daten: nach dem Start des Pilotprojekts

Das Überleben der gepflanzten Vegetation, die Leistung der Verschattung und die Qualität der Pflege — der kontinentale Winter ist die eigentliche Probe.

Technischer Betrieb

Daten: nach dem Start des Pilotprojekts

Ausfallzeiten, Störungen, Vandalismus, Reparaturdauer und Ersatzbedarf — das System taugt nur dann, wenn es zuverlässig läuft.

Die Erfolgsindikatoren stammen aus dem Monitoring-Rahmen der Transfer Roadmap: Mikroklima, Raumnutzung, Rückmeldungen der Anwohner, Betriebszuverlässigkeit, Bepflanzung und die Entscheidung über die Replikation.

Gemeinschaftliche Planung

Auch die Anwohner gestalten den Platz

Die lokale Anpassung entscheidet sich nicht am Zeichentisch der Fachleute. Die Einbindung der Anwohner ist Teil des Prozesses und keine nachträgliche Abstimmung:

  • Begehungen vor Ort rund um die Havanna-Straße 64–75 — wo es Schatten gibt, wo es heiß ist, wo die Menschen entlanggehen;
  • Bedarfserhebung und „User Mapping“: Wer nutzt den Platz heute, wofür, und was fehlt;
  • gemeinschaftliche Planungsworkshops — gemeinsame Prioritäten von Anwohnern, lokalen Einrichtungen und Betreiber, innerhalb eines realen Budgets;
  • die Bestätigung des Konzepts durch die Anwohner, bevor die technische Planung beginnt.
Anwohnerinnen und Anwohner an einem runden Tisch bei einer InnoK-Bürgerversammlung
Gemeinschaftliche Planung in der Praxis. Foto: InnoK-Bürgerversammlung, Mai 2026.
Civic Lab

Gemeinschaftliche Planung und Bürgerbeteiligung

Der vollständige Inhalt des Beteiligungsprozesses von Cooling Havens — Begehungen, Workshops, Rückmeldungen — erscheint auf Civic Lab, sobald er vorliegt. Hier zeigen wir nur die Richtung.

Weiter zu Civic Lab →

Wissenstransfer

Von Athen bis Budapest

Der Transferprozess von Cooling Havens beruht auf Lernen, lokaler Anpassung, Machbarkeitstests und am Ende auf Transferergebnissen, die sich tatsächlich nutzen lassen.

  1. Athens Opening Site VisitJanuar 2026
  2. Lokale Analyse und AnpassungSWOT, Standort, Konzept
  3. Budapest Site Visit7.–9. September 2026
  4. Athens Deep DiveErstes Quartal 2027
  5. Pilot2027, warme Jahreszeit
  6. AuswertungDaten, Rückmeldungen, Peer Review
  7. ReplikationTransfer Study, Replikationsplan
Living Lab

Methodik von Wissenstransfer, Monitoring und Anpassung

Der primäre Ort für SWOT, Stakeholder-Karte, Transfer Capacity Survey, Monitoring-Methodik und die ausführlichen Wissenstransfer-Inhalte ist Living Lab. Hier zeigen wir nur die Logik des Projekts.

Weiter zu Living Lab →

Der Weg des Projekts

Sieben Phasen, von 2026 bis zur Replikation

  1. Frühjahr 2026

    Strategische Vorbereitung

    Verkleinerter Umfang, Entscheidungspfad, Local Transfer Brief, Ausgangs-Messrahmen.

  2. Sommer 2026

    Lokale Anpassung und Co-Design

    Begehungen, Bedarfserhebung, das Havanna-Konzept mit Cooling-Havens-Elementen, Festlegung des Konzepts.

  3. Herbst 2026

    Technische Vorbereitung

    Memo zu Wasserquellen und Regulierung, blau-grünes Konzept, Sensor- und Datenarchitektur, Betriebskonzept.

  4. Herbst 2026 – Winter 2027

    Vorbereitung des Pilotprojekts

    Beschaffungspakete, Auswahl des ausführenden Unternehmens, Einarbeitung der Erkenntnisse des Athens Deep Dive.

  5. 2027

    Pilot

    Bau, Begrünung, Inbetriebnahme von Sensoren und Bewässerung, Testbetrieb in der warmen Jahreszeit.

  6. 2027–2028

    Auswertung und Lernen

    Messdaten, Rückmeldungen der Anwohner, Betriebsprotokolle, Peer Review — Entwurf der Transfer Study.

  7. 2028

    Replikation und Verbreitung

    Replikationsliste, Finanzierungs- und Governance-Plan, endgültige Transfer Study, Kommunikationspaket.

Meilensteine

  • 2026

    Vorbereitung von Projekt und Roadmap

    Die Rolle als Transfer Partner, der lokale Übernahmeplan, die Festlegung der Havanna-Siedlung als Pilotstandort.

  • 7.–9. September 2026

    Budapest Site Visit

    Die Partner des Konsortiums in der Havanna-Siedlung — Begehung vor Ort, Peer Review, fachliche Rückmeldung zum Konzept. Über die Veranstaltung →

  • Herbst 2026

    Technische und beschaffungsseitige Vorbereitung

    Einarbeitung der Erkenntnisse des Site Visit; Zusammenstellung der Beschaffungspakete.

  • Q1 2027

    Athens Deep Dive

    Letzter technischer Abgleich vor dem Bau: Wasserregulierung, IoT, Sensorschutz, smarte Bewässerung, Betrieb.

  • 2027

    Physisches Pilotprojekt und Betrieb in der warmen Jahreszeit

    Bau, Inbetriebnahme, gemeinschaftliche Betreuung während der Sommersaison.

  • 2027–2028

    Auswertung und Transfer Study

    Was sich bewährt hat, was nicht, und was sich an anderen Stellen des Bezirks replizieren lässt.

Quelle: Transfer Partner Roadmap, V3 — die Termine können sich mit dem Projektfortschritt ändern.

Veranstaltung

Budapest Site Visit

7–9 Sept. 2026

Cooling Havens Site Visit — Budapest

1184 Budapest, Üllői út 400 + Wohnsiedlung Havanna Die Transfer- und Delivery-Partner des Konsortiums Abgeschlossen — die Videos zum Bericht

Über die Veranstaltung

Beteiligte

Wer macht was?

Strategischer und politischer Projektträger

Bezirksverwaltung des XVIII. Bezirks von Budapest, Pestszentlőrinc–Pestszentimre

Politisches Bekenntnis und Entscheidung; Genehmigungsweg, Budget und Beschaffung; Einbettung des Pilotprojekts in die Entwicklungs-, Betriebs- und Vermögensverwaltungsprozesse des Bezirks.

Lokale Koordination und Anpassung

InnoK Institut für Wissensmanagement

Fachlicher Koordinator des Projekts: Wissenstransfer, lokale Anpassung, Forschung und Monitoring, Moderation der gemeinschaftlichen Planung, Erstellung der Transferdokumentation und der Berichte.

Wissen und fachliche Erfahrung

Athen und die internationale Partnerschaft von Cooling Havens

Die Stadt Athen als Projektträgerin, die Delivery Partner (Wasserwerk, Technische Universität, Landschaftsarchitekten, zirkuläre Wasserwirtschaft, gemeinschaftliche Innovation) und die Transfer Cities: Roeselare und Sofia.

Die Partner des Projekts

Europäische Union — Kofinanzierung
European Urban Initiative
Cooling Havens
Stadt Athen
XVIII. Bezirk von Budapest
Impact Hub Athens
Alchemia Nova
Ecoscapes
Ensphere
Technische Universität Athen (NTUA)
Stadt Roeselare
City of Athens
E.A.S.Y. — Versicherungs- und Beratungspartner

Das Projekt Cooling Havens wird mit Kofinanzierung der Europäischen Union im Rahmen der European Urban Initiative umgesetzt. Die Logos erscheinen gemäß den offiziellen Sichtbarkeitsvorgaben des Projekts.

Ein Projekt — drei Perspektiven

Wo Sie was zu Cooling Havens finden

Die drei Labore von InnoK zeigen dasselbe Projekt von drei Seiten. Jeder Inhalt hat einen primären Ort — die anderen beiden führen dorthin.

Zugehörige Nachrichten

Nachrichten und Ergebnisse des Projekts

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Von Athen bis zur Havanna-Siedlung:
lokale Klimaanpassung aus gemeinsamem europäischem Wissen.