Zweiter Tag des Eröffnungsbesuchs der Athener Kühlzentren aus der Perspektive von InnoK

2026 Januar
InnoK
Nachricht

Für das InnoK Wissensmanagement Institut war der zweite Tag des Athens Cooling Havens Opening Site Visit von besonderer Bedeutung. Der Schwerpunkt lag klar auf der Rolle der Transferpartner, der Methodik des Wissenstransfers sowie auf der Vorbereitung der gemeinsamen Arbeit für die kommende Projektphase.

Das Fachprogramm fand erneut im Serafeio Athletic & Community Complex statt, wo teilnehmende Städte und Institutionen auf den Erfahrungen der anderen aufbauten, um zu erörtern, wie die in Athen entwickelten Lösungen auf andere urbane Kontexte übertragen werden können.

Präsentationen der Transferpartner und gemeinsames Lernen

Im ersten Programmbereich stellten die Transferpartner ihre jeweiligen städtischen, institutionellen und politischen Rahmenbedingungen vor. Dabei wurde deutlich, dass urbane Hitzewellen zwar überall auftreten, wirksame Antworten jedoch stets an lokale Gegebenheiten angepasst werden müssen.

Aus Sicht des InnoK wurde klar, dass Klimaanpassung nicht ausschließlich eine Frage der Infrastrukturentwicklung ist, sondern ebenso eine Herausforderung des Wissensmanagements, der Gemeinschaftsbeteiligung und der institutionellen Zusammenarbeit darstellt.

Give-and-Take-Sessions: Von Fragen zu Lösungen

Die im Marktplatzformat organisierten Give-and-Take-Sessions ermöglichten einen direkten Austausch zwischen Transfer- und Umsetzungspartnern. Diese strukturierten, zugleich informellen Gespräche boten Raum, neben technischen Lösungen auch Risiken, Grenzen und Anpassungsschwierigkeiten offen zu diskutieren.

Besonders wertvoll war die Erkenntnis, warum das Cooling-Havens-Modell in Athen funktioniert: Wassermanagement, Gemeinschaftseinbindung und datenbasierte Planung greifen als integriertes System ineinander und wirken nicht isoliert.

Vor-Ort-Erlebnis: Lakonias Square

Ein zentraler Bestandteil des zweiten Tages war die persönliche Begehung des Lakonias Square durch das InnoK-Team. Die Vor-Ort-Erfahrung bestätigte, dass naturbasierte Lösungen, Verschattung und Wasser nicht nur theoretische Konzepte sind, sondern die städtische Mikroklimaqualität und die Nutzbarkeit öffentlicher Räume spürbar verbessern.

Diese unmittelbare Erfahrung ist für die Transferarbeit von entscheidender Bedeutung, da sie es ermöglicht, reale Raumerfahrungen – und nicht nur Pläne oder Diagramme – weiterzugeben.

Nächste Schritte

Am Nachmittag folgte eine detaillierte Vorstellung des Wissenstransferprozesses sowie eine interaktive Zeitlinienplanung. Die abschließenden Reflexionsrunden gaben allen Partnern die Gelegenheit, zentrale Erkenntnisse und zukünftige Prioritäten zu formulieren.

Fazit

Der zweite Tag machte deutlich: Athens Cooling Havens ist nicht nur ein gelungenes Praxisbeispiel, sondern ein übertragbares Wissensmodell. Für das InnoK liegt der größte Mehrwert darin, dass dieses Wissen in strukturierter Form durch internationale Zusammenarbeit zugänglich wird und langfristig Teil des nationalen stadtentwicklungspolitischen Denkens werden kann.

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